Tholbath

„Thol“ ist das durch den Dialekt verdumpfte alt- und mittelhochdeutsche „tal“. Ebenso „bath“, eine Abwandlung von „Beunt/Point“ = abgegrenztes Grundstück, umzäunte Wiese bzw. die Wohnstätte auf einem solchen Grundstück. Tholbath bedeutet also „umhegtes Grundstück im Tal“.

Tholbath war seit dem Hochmittelalter eine Hofmark der Herrschaft Abensberg in den Händen von Ortsadeligen. Reste ihres Herrensitzes sind nicht vorhanden. Vermutlich lag der Adelsbesitz unmittelbar nördlich der Kirche. Der früheste Hinweis auf den Tholbather Ortsadel stammt aus dem 13. Jahrhundert.

1817/18 wurde Tholbath mit den Dörfern Pettling und Straßhausen Teil der Gemeinde und des Steuerdistrikts Theißing im Gericht Vohburg (während Theißing selber dem Gericht Altmannstein unterstand). Anfang des 19. Jh. hatte Tholbath acht Anwesen und die Kirche, 1838 zehn Häuser und 44 Einwohner, 1861 27 Gebäude und 67 Einwohner. 1952 gehörte Tholbath mit Theißing zum Landkreis Ingolstadt. 1955 wurden Flurbereinigungsmaßnahmen durchgeführt. Mit der Gebietsreform von 1972, bei der der Landkreis Ingolstadt aufgelöst wurde, kam die Gemeinde Theißing und damit auch Tholbath an die Gemeinde Großmehring. 1983 bestanden in Tholbath fünf bäuerliche Voll- und zwei Nebenerwerbsbetriebe.

 

Bild - Tholbath

 

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