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Gemeinde Großmehring  |  E-Mail: poststelle@grossmehring.de  |  Online: http://www.grossmehring.de

Großmehring in der Geschichte

Die Donau war es, die diese Gegend geformt, die Menschen schon vor Jahrtausenden angezogen hat. Durch zahlreiche Bodenfunde ist bewiesen, dass bereits vor 4000 Jahren (Jungsteinzeit) die sogenannten Glockenbecherleute hier siedelten, später folgten die Kelten, Römer und Germanen.

 

1997 wurden sieben Skelette aus der Münchshöfener Zeit (4200 v. Chr.) gefunden.

 

Vermutlich ist der Ort um 550 entstanden, zur Zeit der bajuwarischen Landnahme, worauf die Endung "ing" hindeutet.

 

Großmehring bedeutet zweifelsfrei "zu den Nachkommen des Maro, Merio = des Berühmten". Der Ort wird im Nibelungenlied in der Aventiure XXVI genannt.

(Aventiure im Sinne von "Teil einer Geschichte" erscheint als Überschrift für die einzelnen Handlungsabschnitte. Großmehring kommt somit im 26. Teil/Strophe des Nibelungenliedes vor.) 

Nach diesem Heldenepos überschritten die Burgunden unter Führung Hagens bei "Moeringen" die Donau, wo Hagen beim Übersetzen des Heeres den Kaplan in die Donau warf. 735 soll auch ein fränkisches Heer unter Karl Martell die Donau bei Großmehring überquert haben.  Auch Kaiser Karl V. soll 1546 in Großmehring mit seinem Heer gelagert haben, und Napoleon weilte in Großmehring 1809.
Es existiert eine Urkunde aus dem Jahre 1007, die besagt, dass Großmehring mit allem Zubehör von Heinrich II. dem Benediktinerinnenkloster Neuburg geschenkt wurde. Diese Urkunde ist nachweislich eine Fälschung des 14. Jahrhunderts. In einem Salbuch des Klosters taucht Großmehring um 1300 auf. Die erste urkundliche Erwähnung von Großmehring findet sich in einer Traditionsnotiz des Klosters Geisenfeld im Jahre 1115.

 

Nach der Aufhebung dieses Klosters kam der Besitz im Jahre 1542 an den Herzog von Oberbayern, dessen Erben im 17. Jahrhundert das neu errichtete Jesuitenkolleg zu Neuburg damit ausstatteten. Die Jesuiten wurden als Grundherren 1773 von den Maltesern abgelöst, die bis 1822 von Oberhaunstadt aus den Mehringer Besitz verwalteten. Nach der Säkularisation fielen alle Besitztümer und Rechte, die bis dahin in der Hand der Klöster waren, an den Staat. Die Gerichtsherrschaft über das Amt Mehring (Groß- und Kleinmehring) lag bis 1803 beim Landgericht Vohburg, später beim Landgericht Ingolstadt. Die Gemeindeorgane wurden frei gewählt ab 1821.

 

So alt sind die Ortsteile:

Großmehring (1115), Kleinmehring (1115), Katharinenberg/Klebhausen (822-824), Demling (821), Theißing (1030), Tholbath (1190), Pettling und Straßhausen (um 1100).

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